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Die Geschichte Ghanas

Kolonie und Militärputsch

Die erste europäische Niederlassung wurde 1482 von den Portugiesen errichtet, die das Land 1850 zur Kolonie erklärten. Erst im Jahr 1960 kam die Unabhängigkeit und Ghana wurde zur Republik, rechtstaatliche Grundwerte kamen aber lange noch nicht zum Zug. Mit Hilfe eines Militärputsches kam der 32jährige J. Rawlings 1979 an die Macht. Auf Druck der Weltpolitik wurden demokratische Formen eingeführt. Die diktatorischen Züge der Vergangenheit blieben jedoch erhalten. Intellektuelle wurden verschleppt oder ermordet.

John Agyekum Kufuor, ehemalige Präsident Ghanas
J. Kufuor

Demokratische Entwicklung

Ab Januar 2001 regierte Präsident Kufuor das Land. Er studierte im Ausland und kam nach
seiner Rückkehr durch eine demokratische Wahl an die Macht. Präsident John Agyekum
Kufuor konnte nach 8 Jahren nicht mehr wiedergewählt werden. Sein Nachfolger, Prof. Dr.
John Evans Atta Mills, wurde im Dezember 2008 als Nachfolger gewählt und er übernahm
das neue Amt am 7. Januar 2009. Ehemalige Minister aus der Regierung des Militärputsches
sind heute wegen Wirtschaftskriminalität im Gefängnis.

Wirtschaftliche Situation

Ghana ist ein Entwicklungsland und braucht Hilfe aus dem Ausland. Die Goldminen gehören
noch englischen Betreibern. Zurückgegeben wurden lediglich die nicht mehr lukrativen Diamantminen
in Akwatia, die aber von Grund auf saniert werden müssen. Dazu fehlen jedoch die Devisen.

Geographie

Landkarte Ghanas

Ghana grenzt im Norden an Burkina Faso, im Osten an Togo, im Süden an den
Atlantik und im Westen an Elfenbeinküste. Eine schmale, nach Osten hin breiter
werdende Grasebene erstreckt sich von der Küste ins Landesinnere. Der Westen
und Süden sind von dichtem Regenwald bedeckt.Im Norden herrscht bewaldetes
Hügelland vor. Trockene Savanne und Waldgebiete schließen sich an.
Der äußerste Norden besteht aus einem durchschnittlich 500 m hohen Plateau.
Die Akuapim-Hügel im Osten verlaufen parallel zur Grenze nach Togo.
Der Rote und der Weiße Volta fließen von Burkina Faso kommend in den
Volta-Stausee, den größten künstlichen See der Welt.

Hilfe und Selbsthilfe

Bereits vor mehr als 43 Jahren errichteten Krankenschwestern des St. Dominikus-Hospitals
in Akwatia ein Krankenhaus und erweiterten es ständig. Es entstanden ein Kindergarten,
eine Schule, Brunnen, Wohnhäuser für die Bediensteten und die Bauarbeiter und eine
Ölmühle. Viele weitere Projekte sind in Planung. Die Gelder für diese wertvollen Aufbauarbeiten
sind zum einen selbst erwirtschaftet, zum anderen Spenden aus Deutschland.